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Von Alkoholintoxikation bis Verbrennungen10.03.2010

Sofortiger Zugriff auf 48 Verdachtsdiagnosen und die dazugehörigen Maßnahmen

Der Kompaktguide VitaRoutine erleichtert eine schnelle Erstversorgung

Klein, aber umfangreich: der Kompaktguide VitaRoutine aus dem Verlag AkaMedica ist ein absolutes Novum. Er beinhaltet die 48 häufigsten medizinischen Notfälle, gegliedert in fünf chronologische Handlungsschritte. Dafür entwickelten die Gründer des Fachverlages und Autoren des Kompaktguides Judith und Jan Tareq Forst eine klare und farblich unterlegte Struktur der Körperregionen, die einen schnellen Zugriff auf die alphabetisch sortierten Verdachtsdiagnosen ermöglicht. Zudem erhält der Kompaktguide VitaRoutine wertvolle Informationen zu Medikationen und aktuellen Reanimationsrichtlinien. Aufgrund der geringen Abmessungen von 20 x 12 x 1,3 Zentimetern passt der Kompaktguide in jede Tasche und ist somit besonders für den mobilen Einsatz geeignet. Da es sich beim Kompaktguide um ein fachübergreifendes Nachschlagewerk handelt, bietet er sowohl niedergelassenen Ärzten als auch Medizinern in Krankenhäusern eine wertvolle Hilfestellung.

Der Kompaktguide Vitaroutine basiert auf dem Forst-Schema. Dieses gliedert den Notfall in fünf chronologische Handlungsschritte: von der Fallbeurteilung über die orientierte Patientenbeurteilung, den Routinemaßnahmen sowie den speziellen Maßnahmen bei einer bestätigten Diagnose bis hin zum Transport in die geeignete Zielklinik. In das Forst-Schema eingebettet findet sich die VitaRoutine. Hierbei stehen die Anfangsbuchstaben für grundlegende Aspekte der Patientenversorgung. So steht V beispielsweise für die Kontrolle der Vitalfunktionen, A für die Anamnese oder E für die elektronische Diagnostik. Das von Judith und Jan Tareq Forst entwickelte Konzept des Kompaktguides VitaRoutine stützt sich auf die sogenannte Mnemotechnik (mnème = Gedächtnis). Bei dieser Technik handelt es sich um eine Form der Merkhilfe, bei der das Vorgehen im Notfall mit den einzelnen Anfangsbuchstaben der VitaRoutine assoziiert wird. Dieses Konzept erleichtert nicht nur das einheitliche und systematische Erlernen, Anwenden und Evaluieren der notfallmedizinischen Prozesse. Es bewirkt zudem, dass diese Vielzahl von Informationen dauerhaft im Gedächtnis verankert wird.

 

Am Beispiel eines Patienten mit dem Verdacht auf einen apoplektischen Insult geht man wie folgt vor: Beim Öffnen des Kompaktguides finden sich sofort die farblichen Zuordnungen der Körperregionen. Nach der Wahl der Körperregion (hier: Kopf mit der Farbe blau) über das seitliche Register wird die Verdachtsdiagnose Schlaganfall aufgeklappt. Der Helfer hat nun alle typischen Symptome, relevanten Informationen und Handlungsanweisungen zur Verfügung, um den Patienten optimal beurteilen und versorgen zu können. Dabei geht der Guide auch auf relevante Vorerkrankungen wie beispielsweise eine Hypertonie ein und weist – wie in diesem Fall – auf den FAST-Test hin. Auch bei der Bemessung der erforderlichen Medikation ist der Kompaktguide hilfreich.

 

 

 

Die gelernte Gesundheits- und Pflegefachkraft Judith Forst und der Arzt Jan Tareq Forst wissen, worauf es im Ernstfall ankommt. Bereits seit sechs Jahren halten sie Fortbildungen in den Bereichen Pflege, Erste Hilfe und Rettungsdienst. Im Zuge dieser Seminare entwickelten sie gemeinsam das Konzept Vitaroutine, das auf dem Forst-Schema basiert. „Wir haben das Vorgehen in einem Notfall nicht neu erfunden“, erklärt Jan Tareq Forst. „Aber wir haben eine Struktur entwickelt, die es ermöglicht, Patienten an der Basis optimal zu versorgen“.

 

Die besonderen Abmessungen des Guides orientieren sich an der Dienstkleidung des Einsatzpersonals von Feuerwehren oder Rettungsdiensten. Weitere Kompaktguides sind bereits geplant, wie beispielsweise ein Guide zum Thema erweiterte Intensivmedizin inklusive Intensivtransport. Für die Erstellung dieser Publikationen werden die beiden Jungunternehmer von Fachautoren aus unterschiedlichen Fachgebieten unterstützt.